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Referenzbauten

Gewerbeobjekte | Bürobauten

 

Konrad-Wachsmann-Haus Niesky

Öffentliche Objekte - Ausstellung / Sonderbauten - Sanierung
Adresse:
Goethestraße 2
02906 Niesky
Architekt:
KKS Architektur + Gestaltung - Dipl. Ing. Rudolf Klinkenbusch Architekt BDA
Louisenstr. 9
1099 Dresden
post@kks-architektur.de
Beschreibung:
Das "Konrad-Wachsmann-Haus" in Niesky wurde 1927 nach Plänen des gleichnamigen Architekten als moderner Holzbau in Blockbauweise errichtet. Ziel der Maßnahmen war der Umbau des ehemaligen Wohnhauses zu einem Museums- und Veranstaltungsgebäude. Der notwendige zusätzliche Raumbedarf für eine Archivnutzung konnte durch eine Absenkung der Kellerbereiche geschaffen werden. Das Erdgeschoss bietet nun Raum für Dauer- und Wechselausstellungen sowie kulturelle Veranstaltungen. Büro- und Sozialräume sind im Obergeschoss für den Museumsbetrieb und Verwaltungsnutzung der Stadt eingerichtet. Im Untergeschoss befindet sich in den neuen Depoträumen das Archiv für historische Dokumente der Stadt Niesky. Bei der Maßnahme handelt es sich um die Mustersanierung eines klassisch-modernen Holzbaus in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege. (Oberflächenbehandlung, konstruktive Holzverbindungen und holzbasierte Innendämmungen).

Nach 25 jährigem Leerstand erfolgte die Umnutzung des stark sanierungsbedürftigen Gebäudes zu einem öffentlich zugänglichen Museum, Archiv und Veranstaltungs- bzw. Weiterbildungsort. Durch den internationalen Bekanntheitsgrad sowohl der Holzbaufirma Christoph & Unmack als auch des Architekten Konrad Wachsmann entstand hier für die Stadt ein neuer touristischer Anziehungspunkt in der strukturschwachen Region. Gleichzeitig konnte sich durch die regelmäßigen Ausstellungs- und Veranstaltungstätigkeiten ein Ort mit regionalem Bildungsanspruch etablieren.

Das Gebäude ist zu großen Teilen in seiner Originalsubstanz erhalten und ein Denkmal von nationalem Rang. Der Erhalt der vorgefundenen Bausubstanz (Dach, Dachdeckung, Wände, Fenster, Verglasungen, Türen) hatte oberste Priorität, daher auch Reparatur grundsätzlich Vorrang vor Erneuerung. Um die Wirkung des Hauptbaukörpers zu erhalten, wurden notwendige Ergänzungen von Bauteilen auf die Kellergeschoss- und Gebäudesockelzone beschränkt. So ragen etwa die neuen Wandscheiben der Gebäudezugänge nicht über den massiven Gebäudesockel hinaus, womit der freigestellte Charakter des Holzbaukörpers ungestört erhalten bleiben konnte. Zielstellung war ebenso die Wiederherstellung fehlender, für das Gesamterscheinungsbild relevanter, bauzeitlicher Gestaltungselemente. Hier ist insbesondere die Farbgestaltung zu nennen, für die ein weitgehend geschlossener Befund nachgewiesen werden konnte.
Die Maßnahmen zur energetischen Sanierung behalten das vorgefundene historische Prinzip zur Wärmedämmung grundsätzlich bei. Sie optimieren jedoch das ursprüngliche Konzept, das aus einem Holzvollwandsystem mit ergänzender Innendämmung bei dampfdiffusionsoffenem Wandquerschnitt besteht.

Über 100 Holzbauten prägen das Ortsbild von Niesky. Das Konrad-Wachsmann-Haus steht als Auftakt und markanter Leitbaustein mit Signalwirkung am Ortseingang. Durch die sensible Sanierung und behutsame Ergänzungen konnte der ursprüngliche Charakter eines privaten Wohnhauses erhalten werden. Das Haus und seine Geschichte präsentiert sich als wichtigstes Objekt der Ausstellung zur Entwicklung des modernen Holzbaus.
Gartenansicht mit Wintergarten und großzügiger Terrasse (Quelle: Volker Kreidler, Berlin)
Gartenansicht mit Wintergarten und großzügiger Terrasse (Quelle: Volker Kreidler, Berlin)
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