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Scheunenumbau Tiefengruben

Wohnobjekte - EFH - Sanierung
Adresse:
99438 Tiefengruben
Architekt:
Beschreibung:
Das Gebäude Dorfstraße 61a-c wurde um 1750 als Stall- und Scheunengebäude eines ehemaligen Vierseithofes errichtet. Es steht im Ortskern des denkmalgeschützten und mehrfach als "Schönstes Dorf" ausgezeichneten Rundplatzdorfes Tiefengruben bei Bad Berka in Thüringen. 1993 in einem ruinösen Zustand übernommen wurde es 1996 - 1999 komplett denkmalgerecht saniert und zu drei Maisonettewohnungen mit 83 m², 130 m² und 135 m² HNFL umgebaut. Die Scheune besteht aus einem massiven Erdgeschoß aus Naturstein und einem Obergeschoß mit sichtbarer Fachwerkkonstruktion und hofseitigem Laubengang, Das abgewalmte Satteldach wurde gedämmt, neu gedeckt und somit als Ausbaufläche gewonnen. Die Sanierung und der Umbau erfolgten mit
traditionellen Baumaterialien und historischen Bautechniken, darunter verschiedene Lehmbautechniken. Gleichzeitig wurde das Gebäude mit einer modernen technischen Ausstattung für eine zeitgemäße Nutzung versehen. Zur Verbesserung des Schall- und Wärmeschutzes der Außenwände und der Ostgiebelwand mit Sichtfachwerk wurde eine 20-25 cm dicke innenseitige Stroh- Leichtlehm-Schale als "zweite Wand" errichtet. Außen wurden die Gefache mit einem Kalk-Kissenputz verputzt und mit einer Kalk-Kasein-Farbe versehen. Die Hölzer des sichtbaren Fachwerks wurden mit einer traditionellen und selbst gemischten Leinöl-Kaseinfarbe gestrichen. Der Innenausbau erfolgte zum Teil mit Verkleidungen aus Lehmbauplatten (Claytec), zum Teil als Lehm-Innenputz mit Streichlehmfarbe. In einigen Räumen im OG/DG wurden Heizungsrohre auf den Innenwandflächen als Wandheizung montiert und mit 4-6 cm dickem Lehmputz überputzt. Konstruktionshölzer im Innenraum wurden mit einem Holzschutzmittel (Waidanstrich) und darauf mit einer Bienenwachslasur versehen.
In einem neu gebauten 3-schaligen Grundofen wird Holz als Heizmedium verwendet. Eine zusätzliche Fußbodenheizung im EG und die Wandheizung im OG/DG sorgen für ein angenehmes Raumklima und niedrige Nebenkosten. Ökologisch ist auch das Wasserkonzept:
Regenwasser und Wasser aus dem Hofbrunnen wird für WC und Waschmaschine, Hof und Garten verwendet und in einer ehemaligen Jauchegrube (12 m³) zwischengespeichert.
Der Überlauf speist den rekultivierten Gartenteich.
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