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Haus b

Wohnobjekte - MFH - Neubau
Adresse:
70563 Stuttgart
Architekt:
heinemeyerbeck Architekten GmbH
mail@heinemeyerbeck.de
Beschreibung:
Das kostengünstige Wohnhaus in Massivholzbauweise bietet Wohnraum für zwei Erwachsene und zwei Kinder. Die kleine Grundstücksfläche und die Anbauverpflichtung an das angrenzende Nachbargebäude teilen das Gebäude in ein freistehendes Wohnhaus mit überdachter Eingangszone sowie Garage und Gästezimmer an der Grenze. Die angrenzenden Freiräume und Orientierung nach Süden ermöglichen einen einseitig offenen Patioraum als Fortsetzung des Innenraums in die abterrassierte Landschaft. Der Innenraum erweitert sich so in den Aussenraum. Auf Grund der vielbefahrenen Straße sowie der direkt vor dem Grundstück liegenden Bushaltestelle, ebenso wie die Energieeinsparung des Gebäudes im Betrieb schliesst das Gebäude ohne Öffnungen zur Nordseite ab.
Im Inneren ist das Gebäude auf beiden Etagen vollständig zum Aussenraum/Patio und zur Landschaft ausgerichtet. Besonderes Augenmerk liegt in der Gestaltung der Individualzimmer und eines hierarchischen öffentlichen Raumkontinuums an dem alle Funktionen über die Etagen wie Koch-, Ess- und Wohnbereich und Büronische im Erdgeschoss, sowie im Obergeschoss Spielflur und Kinderaufenthaltsraum liegen. Architektonisch besondere Details wie die Sitztreppe zum Wohnzimmer, welche sich auch in der Terrasse des Patio fortsetzt, die nicht nur das bestehende Gelände nachformen sondern auch die Bereiche ablesbar gestalten, verstärken das Raumkonzept des sozialen Familienraums aus der Landschaft über die Küche bis in die Individualzimmer.
Auf Grund der bauphysikalischen Anforderungen an Passivhäuser, Überlegungen zur Nachhaltigkeit, zur Bauökolgie und der schnellen Bauzeit ist das Gebäude als Massivholzbau ausgeführt, der die Möglichkeiten der Vorfertigung intensiv nutzt. Das gesamte Gebäude besteht aus 151 Elementen die direkt ab Werk mit Fälzen für die Zimmermanns- und Schreinerarbeiten und mit Bohrungen und Fräsungen für die Elektroinstallation nach Maß vorgefertigt wurden. Die Türen, die Möblierung und die Treppen sind Bestandteil der Architektur und wurden als solche in Materialität, Form und Einpassung in die räumliche Situation mitgeplant.
Die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen gemischt mit modernen Bautechnologien und althergebrachten Techniken tragen nachhaltig zu einem ökologischen Gesamtkonzept des Hauses bei. Die Konstruktionswand ist aus Massivholzbauteilen vorgefertigt, darauf wurde eine 20cm dicke Zelluslosedämmung eingebracht, die durch Holzfaserdämmung nach aussen begrenzt wird. Die hinterlüftete Holzfassade ist als senkrechte gebrannte Holzschalung, nach japanischer traditioneller Shou Sugi Ban – Methode ausgeführt. Diese ist eine traditionelle über viele Jahrhunderte gepflegte Holztechnik, bei der durch das Verkohlen, Abschrecken, Reinigen und mit einem natürlichen Öl Behandeln ein wunderschönes schwarz-silbrig-violettes Oberflächenfinish entsteht. Darüber hinaus überzeugt diese aufwendige Methode auch in technischer Hinsicht: das verkohlte Holz widersteht Fäulnis, Insekten und Feuer und gilt in Japan als sehr dauerhaft und widerstandsfähig. In Japan gibt es historische Beispiele die weit über 100 Jahre alt sind.
Aus diesem Grund wurde auch das Dach so belegt. Die eigentliche Dachhaut befindet sich unter der Hinterlüftungsebene. Dies führt zu einem formalen und klar gezeichneten Baukörper.
Die Installation einer Indach-Photovoltaikanlage in Zusammenspiel mit einer über dem Eingang nicht sichtbar eingebauten Luft-Wasser-Wärmepumpe überzeugt aus Überlegungen zur Nachhaltigkeit hinsichtlich der Nutzung des Gebäudes.
Im Inneren wurde ein Steinholzestrich, heute Magnesiaestrich genannt, verlegt, der aus Zement und Holzspänen besteht und ein reines Naturprodukt ist. Die Innenwände und -decken sind gelaugt und geseift mit leichtem Weißpigment-Anteil, um dem Haus im Inneren einen freundlichen und hellen Chrakter zu geben. Die Holz-Aluminium-Fenster sind innen im Farbton an die Wände angepasst.
Im Bad und den WCs wurde auf Fliesen verzichtet und ein Putz an den Wänden verdichtet. Im Nassbereich der Dusche wurde dieser Putz versiegelt und in den WCs mit Steinöl eingearbeitet.
Die Bodenplatte ist auf knapp 50cm Schaumglasschotter aufgebaut. Daher konnte auf aufwendige Fundamentstreifen verzichtet werden und der Gesamtaufbau hat einen besonders guten U-Wert.
Der Terrassenraum ist wasserdurchlässig mit Lärchenholz gebaut. Die Grundstücksgrenze ist als Trockenmauer zur Ansiedlung von Wildbienen und Hummeln hergestellt.
Bei der Wahl der Materialien, Bautechnik und Konstruktion, der Einpassung an die konkrete bauliche Umgebung und Landschaft sowie der Aufteilung des Innenraumes wurde also darauf geachtet eine räumliche Stimmung zu gestalten bei dem alle Teile gleichwertig im Erscheinungsbild des Hauses zusammenspielen und so ein angenehmes Wohnumfeld für eine Familie schaffen.
Straßenansicht mit Bushaltestelle (Quelle: studio Orel - oliver kröning)
Straßenansicht mit Bushaltestelle (Quelle: studio Orel - oliver kröning)
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