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Kindertagesstätte

Öffentliche Objekte - KITA / Schulbauten - Neubau
Adresse:
Einsteinstr. 5
85748 Garching
Beschreibung:
Städtebauliche Situation:
Die Krippe befindet sich im Bereich der Grünanlage entlang der Einsteinstraße. Westlich begrenzt die Schallschutzwand der Autobahn das Grundstück und östlich der unmittelbar anschließende öffentliche Gehweg. Ursprünglich sollten hier Garagen errichtet werden, da eine hochwertigere Nutzung nicht möglich erschien. Hinzu kam, dass das umliegende Wohngebiet als sozialer Brennpunkt Garchings gilt.
Ein städtebaulicher Schwerpunkt musste die Vermittlung zwischen dem unmittelbar angrenzenden öffentlichen Raum und der intimen Nutzung der Gruppenräume sein. Hierzu wurden verschieden Übergangsräume ausgebildet, die zum Einen den Innenräumen und Spielbereichen im Flur Schutz bieten und zum Anderen aber auch das Herantreten der Bewohner ermöglichen.

Ort des Aufenthalts und der Kommunikation:
Aufgrund des sehr schmalen Grundstückzuschnittes wurde das Gebäude parallel zu der öffentlichen Erschließung positioniert. Das eingeschossige Haus wird in seiner Erscheinung bestimmt durch die Bodenplatte und das Dach, die die lineare Entwicklung der Gebäudeform unterstreichen. Zur Straßenseite grenzen rot durchgefärbte Betinfertigteilelemente den Arkadengang ab und bilden so das geschützte harte Rückgrat der Anlage zum Straßenraum. Dieser überdachte Vorbereich dient als wettergeschützter Aufenthalts- und Zugangsbereich. Die mäandrierende Fassade ermöglicht sowohl im Spielflur, als auch unter dem Vordach das Sitzen und Verweilen. Es entstand ein Ort der zum Aufenthalt und zur Kommunikation beim Bringen und Abholen der Kinder einlädt.

Die Zugänge:
Das Foyer befindet sich ebenso, wie der Bereich für die Leitung und das Personal, in der Gebäudemitte. Der Hort kann über zwei weitere Zugänge an den jeweiligen Gebäudeenden betreten werden. An den südlichen Zugang schließt sich unmittelbar der Kinderwagenraum an, so dass vor allem bei schlechtem Wetter, die Wägen nicht durch das ganze Haus gefahren werden müssen.

Die Innenräume :
Der an den Arkadengang angrenzende Spielflur wird durch die Garderoben und Vorräume, die zu den Gruppenräumen führen, gegliedert. Auch der Elternwartebereich ist hier untergebracht. Die Garderobenmöbel sind circa 1.40m hoch, so dass der Spielflur in diesen Bereich räumlich erweitert wird. Die Zugänge zu den Gruppenräumen sind mit großzügigen Schiebetüren versehen worden, so dass der Spielflur gut an die Gruppenräume angebunden ist. Ein Fenster in der Wand zwischen Gruppenraum und Garderobe ermöglicht zusätzlich, dass das Ankommen und Gehen zu einem Erlebnis für die Kinder wird. Der Spielflur und Garderobenbereich ist somit auch gut einsehbar für die Gruppenbetreuer/ -innen. Gleichzeitig wird die Idee des offenen Hauses und Raums betont. Die 4 Gruppenräume für circa je12-15 Kinder bestehen aus dem eigentlichen Gruppenraum mit Snoezelenraum, einem Ruheraum mit Lichthof und einem Bad-und WC-Bereich.
Der Gruppenraum kann zum Garten hin über zwei raumhohe Schiebefenster geöffnet werden. Der vorgelagerte überdeckte Terrassenbereich dient als erweiterter Spielbereich und wurde mit einem Tartan-Belag versehen. Die auskragende Dachscheibe fungiert als Sonnen- und Wetterschutz, so dass die Fenster bei jedem Wetter geöffnet werden können.
Der Ruheraum erhält einen begrünten Lichthof, der als Ergänzung zu den Massivholzwänden des Ruhebereichs,
zur angenehmen Atmosphäre der Räume beiträgt. Oberlichter beleuchten den Raum in der Tiefe, so dass die
Gruppenräume optimal mit Tageslicht versorgt werden. Die jeweils aneinandergrenzenden Gruppenräume
können zu einem großen Raum verbunden werden indem die flexible Trennwand zur Seite gefahren wird.
Hierdurch entsteht ein großzügiges Raumangebot für gemeinsame Veranstaltungen.

Inneneinrichtungen: Die Möbel wurden so entwickelt, dass sie neben Ihrer unmittelbaren Funktion auch als Spielgeräte dienen. Tisch und Stühle fungieren als Bausteine für Ebenen oder Höhlen, die von den Kindern frei gestaltet werden. Hierdurch wurden zusätzliche Einbauten oder Spielgeräte überflüssig. Die raumhaltigen Schrankwände und Betten tragen ebenfalls zum harmonischen Raumeindruck bei und bieten einen größtmöglichen Stauraum. Die Schrankbetten im Ruheraum ermöglichen eine flexible Nutzung dieses Raums. Sämtliche Möbel wurden aus Dreischichtplatten gebaut und in Teilflächen lackiert.

Farbkonzept:
Die in durchgefärbtem roten Beton erstellten Wand- und Bodenelemente fügen sich aufgrund des Komplementärkontrastes zum baumbestandenen grünen Schallschutzwall und der umgebenden grünen Rasenfläche gut in die Umgebung ein. Gleichzeitig trägt die Farbgebung signifikant dazu bei, das Gebäude in seiner Bedeutung für den Ort richtig zu verstehen. Es macht die Menschen neugierig und lädt ein näher zu treten. Die rote Attikaverblendung betont die Dynamik der an den Straßenverlauf angeglichen leichten Kurvung der Straßenfassade. Die schwarz lasierte Holzfassade tritt in Ihrer Erscheinung zurück und unterstreicht somit die bestimmende Wirkung des Bodens und der Decke. Das Schwarz des Bodens und das gelborange der Holzlammellendecke stehen in einem spannungsreichen Kontrast, der den Betrachter zwischen diesen beiden Elementen einen imaginären Raum spüren lässt. Die intensive leuchtende Farbe der Decke wirkt gleichzeitig als Lichtelement. Alle dem Tageslicht abgewandten Flächen wurde farblich gestaltet. Die Oberlichter in den Gruppenräumen wurden in den Gruppenraumfarben lackiert. Hier wendet der Besucher seinen Blick automatisch in die Vertikale und schaut durch eine Öffnung unmittelbar in den Himmel.
Die farbigen Flächen der Möbel lassen sie, je nach Stellung im Raum, immer wieder anders erscheinen und
regen an sie im Raum zu bewegen und immer wieder neu an zu ordnen.

Konstruktion:
Um die kurze Planungs- und Bauzeit, insgesamt 12 Monate, einhalten zu können wurde die Krippe ausschließlich aus Fertigteilen zusammengesetzt. Bis auf die Bodenplatte, die roten Betonfertigteile, besteht der gesamte Bau nur aus Holzwerkstoffen. Die Wände wurden als großformatige BSH-Elemente geliefert und nicht mehr verkleidet. Die Koppelpfettenkonstruktion des Dachs besteht aus BSH-Trägern.
Das Dampfdiffusionsumkehrdach wurde im Zwischensparrenbereich mit Iso-Floc ausgeblasen. Auf die Aufsparrendämmung, als oberste Dämmebene wurde eine zweilagige Bitumenbahn aufgebracht. Die Holzfassade, bestehend aus Festverglasungen und großformatigen Schiebefensterelementen wurde mit einer 3-fach Isolierverglasung versehen.

Der Garten:
Im großzügigen Außenbereich bieten sich vielfältige Lern- und Spielmöglichkeiten für die Kinder und ihre Betreuer/- innen. Die angrenzenden öffentlichen Grünbereiche und der nördlich gelegene Spielplatz sind ebenfalls gut erreichbar. Die Außenspielgeräte sind in einen eigenen Raum auf dem Grundstück untergebracht. Neben einem im südlichen Teil des Gartens gelegenem Matschtisch, an dem die Kinder ausgelassen mit dem Element Wasser spielen können, wird auch ein Erdbeerfeld vorgesehen in dem die Kinder mit der Erde und dem Genuss seiner Früchte in Berührung kommen. Die überdachte Aussenterrasse dient als Spielfläche und Tribüne. Auf der Kante aus rotem Beton können die kleinen Menschen Sitzen und dem Treiben ihrer Freunde zuschauen.

Energie:
Die Anforderungen der EnEv 2009 werden um 30% unterschritten. Das Gebäude wird mittels einer Erdwärmeanlage mit Heizenergie versorgt.
 (Quelle: Quirin Leppert)
(Quelle: Quirin Leppert)
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