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Haus Dier

Wohnobjekte - MFH - Neubau
Adresse:
94315 Straubing
Architekt:
Beschreibung:
Ort und Lage:
Das Grundstück befindet sich im südlichen Stadtteil von Straubing in einem ruhigen, vielbebautem Wohngebiet mit Baumbestand und einer Streuobstwiese.

Geometrie und Situierung der Baukörper:
Die Anordnung der Baukörper in L-Form schafft einen gegenüber der Öffentlichkeit geschützten Hofraum, den privaten Bereich im Inneren und zur Gartenseite mit dem Garten. Der Baukörper zwischen Garage und Hauptgebäude dient quasi als zurücktretendes „Gelenk“ und „Brücke“. Durch die hier entstehende Nische ist der Eingangsbereich klar definiert. Dies wird nochmals unterstützt durch den Walnußbaum im Norden und die Garagenwand im Süden. Beides führt den Besucher wie ein Tor zur Haustüre hin. Das dem Hauptbaukörper vorgelagerte Foyer nimmt als halböffentlicher Bereich den Fremden auf, ohne dass dieser gleich im Privatbereich steht.

Farbkonzept/Materialien/Gestaltung Außen und Innen:
Das Haus sticht auf den ersten Blick zwar aus dem Wohngebiet heraus, hält sich allerdings durch die Farbwahl und die Wahl der Materialen zugleich bedeckt zurück und gliedert sich so optimal in die Nachbarschaft ein. Das Anwesen ist horizontal sowie vertikal gegliedert. Um das Anwesen optisch zu gliedern, ist das Erdgeschoss verputzt worden, das Dachgeschoss mit einer Horizontalschalung aus Holz mit beschichteter Fichte verschalt. Dies verleiht den Baukörpern zugleich mehr Tiefe anstatt Höhe. Das Hauptgebäude und die Garage mit relativ flachgeneigten Satteldächern wurden mit möglichst glatten Dachziegeln in Sintergrau bedeckt, um etwas Ruhe zu erzeugen. Aufgrund der flachen Dachneigung wurde der Zwischenbau mit Foyer in Stehfalzdeckung ausgeführt. Auch die Dachuntersicht unterhalb der Sparren wurde verschalt, so als liefe die Wandschalung hier weiter. Eine Besonderheit liegt auch darin, dass es keine sichtbaren Balkenköpfe gibt. Dies lässt den Bereich zwischen Fassade und Dach durch einen homogenen, fließenden Übergang zu einem Blickfang werden und bringt jedoch wiederrum Spannung in die Fassade rein, die auf den ersten Blick nicht gleich ersichtlich ist. Die Einteilung von Schalung und den anthrazitfarbenen Fenstern folgt einem Raster von 1m Achsabstand, um einen einheitlichen Rhythmus zu erzielen. Ein Sichtdachstuhl war nicht gewünscht. Trotz der Holzbauweise werden (auch in der Dachuntersicht) weiße mineralische Oberflächen (Gipsfaserplatten) bevorzugt. Das konstruktive Holz wird nur in einigen wenigen Flächen sichtbar (Decke Wohnzimmer, Brücke im Hausgang, Hauptpfetten). Allerdings ist der Großteil der Fußböden mit Holzdielen belegt. Die Öffnungen auf der Gebäudesüdseite sind durch die zusätzliche Anordnung von Oberlichtern relativ hoch gezogen, um möglichst weit in den Raum hinein belichten zu können. Durch eine Verglasung des Firstbereiches mittels vier Dachflächenfenster wird im zentralen Gangbereich ein starker Lichtakzent gesetzt, so dass man beim Betreten des Hauptgebäudes nicht in einen dunklen Tunnel gerät, sondern vom Licht angezogen wird. Auch die Breite des haushohen Flures soll zur Attraktivität beitragen. Desweiteren werden Türen und Tore sowie der Sonnenschutz in anthrazit ausgeführt. Der Terrassenbelag besteht aus Naturholz.
Aus Gestaltungsgründen wurde auf die Anordnung der solarthermischen Kollektoren auf dem Hauptdach verzichtet, da diese aufgeständert werden müssten. Die Entscheidung lief zu Gunsten eines separaten Baukörpers als Träger für 70° steil stehende Flachkollektoren. Deren Position ist nach Ermittlung der Verschattung am günstigsten so weit wie möglich an der westlichen Grundstücksgrenze. In Nordrichtung wird die Anordnung einerseits durch den Schattenwurf des Hauptgebäudes begrenzt und auch durch dessen Lichtbedarf für die Westfenster. Die relativ flache Neigung des Hauptdaches ergibt sich aus der enormen Gebäudetiefe des eingeschoßigen Baus. Ein steiles Dach hätte zu einer unproportionalen Firsthöhe geführt und dieses zu dominant werden lassen („wie ein Zelt“). Alle privaten Räume sind zur Ausnutzung der Abendsonne nach Süden und Westen zum Garten hin orientiert. Die Arbeitsräume zeigen sich „als weniger empfindlich“ nach Osten der Straße hin. Konsequent ist die Anordnung der dienenden Räume im Norden mit nur kleinen Fensteröffnungen wegen der fehlenden passiven Solargewinne und der thermischen Abstrahlung.
Augrund der Nachhaltigkeit wurden ökologische Baustoffe eingesetzt. Zudem wollte man auf Baustoffe verzichten, die im Verdacht stehen, gesundheitsgefährdend zu sein. Das Anwesen wurde barrierefrei als Alterswohnsitz ausgeführt und so konzipiert, dass das Arbeitszimmer, die Speis und das Gästebad im Eingangsbereich im Erdgeschoss in eine Einliegerwohnung mit wenig Aufwand umgebaut werden kann, um dort eine Pflegekraft zu beherbergen.
Ansicht von der Straßenseite (Quelle: Architekturbüro Blien)
Ansicht von der Straßenseite (Quelle: Architekturbüro Blien)
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